16.03.2010

Schwächt die Pille das Bindegewebe?

Viele Antikonzeptiva wie z.B. die Pille, enthalten das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Ist der Östrogenspiegel erhöht (bei Pillen-Einnahme, während der Schwangerschaft oder bei zusätzlicher Östrogengabe in den Wechseljahren), verändert sich das Bindegewebe. Es wird weich, dehnbar und verliert seine Spannkraft. Die Haut wird so auf die Schwangerschaft vorbereitet, in der sie sich stark ausdehnen muss. Zusätzlich bewirken Östrogene die Vergrößerung der subkutanen ( unter der Haut liegenden) Fettdepots. In den modernen Mikropillen ist das Östrogen sehr niedrig dosiert und in den Minipillen ist dieses Hormon gar nicht mehr enthalten.

Östrogene werden in den Eierstöcken und die Vorstufen des Hormons in der Nebennierenrinde gebildet. Die Umwandlung der Vorstufen findet in den Fettzellen des Unterhautgewebes statt. Dadurch schwellen die Fettzellen unter hormonellen Einflüssen an und zeichnen sich so unter der Haut ab. Fettzellen haben im Normalzustand die Größe eines Stecknadelkopfes. Wenn sie aufgebläht sind, können sie sogar die Größe einer Bohne erreichen. Cellulite ist also keine Krankheit sondern ein unerwünschter kosmetischer Effekt.

Was kann man selbst dagegen tun?
Eine Pille ohne Östrogene und die Vermeidung von Stress verhindern das Anschwellen der subkutanen Fettzellen. Positive Effekte können auch Lymphdrainagen, Spezialmassagen und Wickelkuren im Kosmetiksalon haben. Auch eine Ernährungsumstellung auf eine ausgewogene fett- und zuckerreduzierte Kost wirkt sich positiv aus. Sportliche Betätigung, tägliche Massagen der betroffenen Hautareale mit einer Massagebürste und die Anwendung von Anti-Cellulite-Cremes wirken ebenfalls unterstützend im Kampf gegen die Orangenhaut.

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